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Autor:
Moritz Weltgen
2.11.2021
Fuhrparks

Was tun nach einem Autounfall: Checkliste für den Unfallbericht

Autoschäden lassen sich nicht immer vermeiden. Erfahren Sie, wie Sie sich nach einem Autounfall verhalten sollen und was dabei zu beachten ist.


Einen Blechschaden bearbeiten Flottenmanager fast täglich, doch für Fahrer eines Dienstwagens stellt ein Unfall eine Ausnahmesituation dar. Eine Checkliste kann Fahrern helfen, sich trotz aller Aufregung an der Unglücksstelle richtig zu verhalten und alle benötigten Informationen aufzunehmen. Für den Fuhrparkmanager ist vor allem der vollständige Unfallbericht wichtig, den er an die Versicherung weiterleiten muss. Damit dieser schnell und einfach gelingt, gibt es jetzt eine App, die Nutzer durch den Unfallbericht leitet. 

Kurz den Blick von der Straße abgewandt, schon kracht und splittert es. Ein Unfall geschieht innerhalb von Sekunden. In der Aufregung vergessen die Fahrer oft, was zu tun ist. Deshalb gilt als oberste Regel: Ruhe bewahren. Jetzt überlegt zu handeln, ist wichtig, da es um die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten geht. Darüber hinaus müssen die Lenker der Unfallwagen zeitnah Beweise sichern. Was gilt es nach einem Zusammenprall zu beachten?

Checkliste: So verhalten Sie sich nach einem Autounfall richtig

1. Unglücksstelle sichern:      

  • Schalten Sie die Warnblinkanlage ein.
  • Ziehen Sie Ihre Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck mindestens 100 Meter von den Fahrzeugen entfernt auf. Auf der Autobahn sollte der Abstand mindestens 200 Meter betragen. Ziehen Sie sich danach an einen sicheren Ort zurück, zum Beispiel hinter die Leitplanke. 
  • Bitten Sie Zeuginnen und Zeugen, an der Unfallstelle zu warten.

2. Rettung aus dem Gefahrenbereich:     

  • Bringen Sie alle beteiligten Personen in Sicherheit. Befreien Sie Eingeschlossene und bekämpfen Sie Brände umgehend. 
  • Andere Fahrzeuge können für die Akteure zur Gefahr werden, besonders bei Nebel oder hinter Kurven.

3. Rettungsdienst und Polizei informieren: 

Polizei rufen oder darauf verzichten? Die Polizei muss informiert werden, wenn Personen verletzt sind, ein hoher Sachschaden entstanden ist, mehrere Fahrzeuge betroffen sind oder die Schuldfrage unklar ist. Auch, wenn sich eine beteiligte Person unerlaubt vom Unfallort entfernt hat, seine Kontaktdaten nicht nennen will oder das Fahrzeug eines Akteurs im Ausland zugelassen ist beziehungsweise die Akteure dort leben, sind Sie verpflichtet, die Polizei (Ruf 110) oder die Rettungsleitstelle (Ruf 112) zu verständigen. Beantworten Sie am Telefon folgende Fragen und warten Sie anschließend auf Rückfragen:

  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele verletzte Personen gibt es?
  • Welche Verletzungen sind aufgetreten?

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4. Erste Hilfe leisten: 

Sollte es Verletzte geben sind Anwesende gesetzlich dazu verpflichtet, am Unfallort lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten. Die wichtigsten Schritte sind:

  • Handschuhe anziehen
  • Kontrolle von Atmung und Puls
  • ggf. Atemspende
  • Stabile Seitenlage
  • Erkennen und Behandeln eines Schocks
  • Stillen von Blutungen

5. Ohne Polizei:

Beweise sichern und Daten der Beteiligten notieren      

  • Notieren Sie Datum und Uhrzeit des Vorfalls
  • Erfragen Sie die Daten der Gegenpartei (Name, Anschrift, Telefonnummer, Kfz-Kennzeichen, Versicherungsgesellschaft)
  • Erfragen Sie die Daten von Zeuginnen und Zeugen (Name, Anschrift, Telefonnummer)
  • Zeichnen Sie bei Bagatellschäden die Positionen der Fahrzeuge mit Kreide aus dem Verbandkasten auf der Straße auf und fotografieren Sie diese (Übersichtsaufnahme, verschiedene Perspektiven, Bremsspuren). Wenn möglich, verändern Sie nicht die Position des Wagens. 

Das Wichtigste zum Schluss: Unfallbericht ausfüllen

Für den Flottenmanager ist der Unfallbericht sehr wichtig, da er ihn an die Versicherung weiterleiten muss. Ein vollständiger Bericht hilft allen Beteiligten, den Hergang, die involvierten Parteien und die Schäden zu dokumentieren. Achten Sie darauf, sachlich zu bleiben und sich an die Fakten zu halten, damit die Versicherung den Vorgang schnell aufklären kann. Idealerweise haben Sie immer einen Vordruck des Unfallberichts in zweifacher Ausführung im Handschuhfach, den beide Parteien unterschrieben erhalten.

Immer dabei: Unfallbericht per App erstellen

Doch was tun, wenn keiner der Personen das richtige Formular zur Hand hat? Und wie wird gewährleistet, dass die Informationen dem Fuhrparkverantwortlichen vollständig vorliegen und Fotos aus den richtigen Perspektiven erstellt werden? Eine effiziente und innovative Lösung bietet die Software motum von RepairFix. Die Web-App auf dem Smartphone fragt alle Informationen gemäß dem Standard des europäischen Unfallberichts ab. Der Vorteil: Die Software leitet die Dienstwagenfahrer Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass in der Aufregung nichts vergessen werden kann. Neben den Informationen zum Unfallhergang und den beteiligten Personen, gibt die Software auch Vorgaben, welche Fotomotive und -perspektiven die Versicherung benötigt, um sich ein umfassendes Bild von der Lage zu machen. Der Bericht wird anschließend automatisch an die Person gesendet, die den Fuhrpark verantwortet und kann direkt an die Versicherung weitergeleitet werden.
Wer sehr aufgeregt ist und wegen zitternder Hände das Formular auf dem Smartphone aufgrund der kleinen Tastatur nicht ausfüllen kann, dem bietet RepairFix außerdem eine Hotline an, die 24/7 erreichbar ist. Ein Mitarbeitender fragt alle Informationen telefonisch ab, die er für den vollständigen Unfallbericht benötigt. So kann das Flottenmanagement sicher sein, dass auch im Fall der Fälle für alles gesorgt ist.

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